Verkehrswende, Bürgerbegehren „Nürnberg autofrei“ gestartet (BR vom 16.09.2022)

Der Parking Day 2022 fand dieses Jahr in Nürnberg am Kornmarkt unter unserer Federführung statt! Ohne unsere Partner wäre dieser Tag aber nicht möglich gewesen, deshalb nochmal ein dickes DANKESCHÖN an alle die da waren, allen voran unsere 83 jährige (!) Vorständin von autofrei Leben e.V., die aus München ihren Stand mit einem Handwagen im Zug mitgebracht hat und damit beweist, dass der Verzicht auf das Auto doch öfter möglich ist als man denkt! Weitere Mitorganisatoren waren:

ADFC, VCD, Die Grünen, Stadtgarten, JUSOS, Klimaentscheid Nürnberg, Die Guten, Martha-Café, Ukama-Zentrum, Lastenradfüralle, Agentur grüne Ideenwerkstatt, ParentsForFuture, ÖDP, FridaysForFuture, ZeroWaste, Bluepingu e.V. und nicht zu vergessen die ArtistsForFuture die uns mit ihrer Wattbox mit Solarstrom versorgt haben, danke!

Außerdem möchten wir uns bei Frankenslamer Jakob Michl, dem Nürnberger Puppentheater Theater Salz und Pfeffer und der Akustik-Punk Band Wollstiefel, die alle trotz schlechten Wetter eine super Performance mit nachdenklichen, stimmungsvollen und  kreativen Texten hingelegt haben!

 

Hier der Originatext des BR (Link zur BR-Seite) (verfasst von Tina Wenzel), vielen dank für´s Kommen!

„Weniger Auto – mehr Platz für alle“: Das wollen die Initiatoren des Bürgerbegehrens „Nürnberg autofrei“ erreichen. Heute am weltweiten „Parking Day“ hat die Initiative mit der Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren begonnen.

Das Ziel des Bürgerbegehrens „Nürnberg autofrei“: 80 Prozent weniger Autoverkehr bis 2030 in Nürnberg innerhalb des B4-Rings. Um das zu erreichen, schlägt die Initiative mehrere Maßnahmen vor.

Vorbild Barcelona: Superblocks sollen entstehen

Unter anderem fordern die Aktivisten, dass sogenannte Superblocks entwickelt werden. Das bedeutet, zwischen mehreren Häuserblocks soll der Durchgangsverkehr herausgehalten werden. Nur Anwohner, Einsatzfahrzeuge und Servicedienste dürfen in diesem Bereich fahren. „In Barcelona klappt das. Und da hat man gesehen, dass das viel bewirkt hat. Da ist viel mehr Leben auf den Straßen: Es haben mehr Cafés und Läden eröffnet“, sagt Dora Stanic, Sprecherin des Bürgerbegehrens.

Keine kostenlosen Parkplätze

Zudem sollen in allen Stadtteilen verkehrsberuhigte Zonen entstehen, die für Fußgänger und Fahrradfahrer reserviert sind. Pro Jahr sollen mindestens 10.000 Quadratmeter in Nürnberg umgestaltet werden. Auch das Parken soll innerhalb des B4-Rings nicht mehr kostenlos sein.

Die Anwohnergebühren könnten sich am Modell in Freiburg orientieren, schlagen die Initiatoren vor: Der Preis soll abhängig von Einkommen, sowie Gewicht und Größe des Fahrzeuges gestaffelt werden. Die Stadt Nürnberg müsse sich außerdem dafür einsetzen, dass die Straßenverkehrsordnung geändert wird, um beispielsweise Tempo-30-Zonen auszuweiten.

15.000 Unterschriften bis Juli

Mit den Maßnahmen soll die Stadt lebenswerter und die Klimakrise abgefedert werden. Bis Anfang Juli 2023 wollen die Aktivisten 15.000 Unterschriften sammeln. Ab 12.000 gültigen Unterschriften muss sich der Nürnberger Stadtrat mit dem Bürgerbegehren befassen.